Logbucheintrag Nummer eins von unserm Käptn...

Wer sich bis hierhin gewagt hat, ist sich vielleicht schon der wahnsinnigen Gefahr bewusst, die das lesen meiner wirren Gedanken mit sich bringt. Für alle anderen an dieser Stelle die direkte Warnung: Das lesen meiner wirren Gedanken birgt die Gefahr, selbst bekloppt zu werden.

Da das mein erster Weblog ist und ich nicht wirklich weiß, was ich so schreiben soll, improvisier ich jetzt einfach mal den üblichen aktuellen Schmarrn.

Bücher und Filmkritiken

Parasit 

Ich war letzte Woche aus irgend einem Grund dumm genug, mir ein Buch von Richard Laymon (kennt den überhaupt jemand?) zu kaufen.

Der Knabe hatte aus mir unerfindlichen Gründen sehr gute Kritiken von King und Koontz kassiert und wird als Horrorautor der Extraklasse mit "erfrischend genialen Ideen" gefeiert. Ich persönlich habe nur aufgrund des provokativen Spruches "Egal wie schlimm deine Fantasie auch ist - die von Richard Laymon ist schlimmer!" dieses Buch gekauft. (Ich weiß, sowas macht man nicht, aber ich stand am Bahnhof, brauchte (Lese-)Stoff und es war nix anderes da).

Der erwähnte "erfrischende Erzählstil" besteht darin, dass der Mann versucht, brutalen Horror mit erotischen Fantasien zu kombinieren, was aus mehreren Gründen anödet und vor allem an der Tatsache scheitert, dass er weder das eine noch das andere schreiben kann. Stattdessen stützt sich Laymond immer wieder auf ein und die selbe Bettszene und den gleichen Mord, die er in dem Buch immer und immer wieder mit verschiedenen Personen wiederholt.

Bleibt zu erwähnen, dass der oben erwähnte Spruch bezüglich der abschätzenden Bewertung meiner Fantasie eine glatte Lüge ist und eigentlich den Tatbestand der irreführenden Werbung erfüllt. Ernsthaft: selbst die Biene Maya übertrifft den Typen in Bezug auf böse Fantasie und literarischem Fähigkeiten.

Hostel

Ein weiterer Reinfall war für mich der Film Hostel, in dem schwanzgesteuerte Rucksacktouristen von angeblich willigen Frauen in die Falle gelockt und dann für reiche Säcke, die gut dafür bezahlen zum persönlichen Folterspaß freigegeben werden.

Es gibt eine schmale Grenze zwischen einem guten Horrorfilm und einfach grotesk schlechtem Geschmack. Stellen wir uns diese Grenze als weiße Linie auf der Straße vor, dann ist Hostel ein betrunkener Autofahrer, der von der Polizei angehalten wurde und nun vergeblich versucht, möglichst gerade dieselbige Linie entlangzulaufen. Wir haben eine Vorstellung davon, wie sehr er sich dabei zum Affen macht.

Reine Gewalt und psychische Instabilität ist in unerer Welt nichts besonderes. Von daher hat der Film wahrscheinlich sein Ziel, möglichst realistischt zu wirken erreicht. Allerding ist einfach keine Kunst simple, sture, sinnlose Gewalt ohne jeden philosophischen oder poetischen Hintergrund zu zeigen.

Aber das war bei diesem Film wahrscheinlich auch nicht der Sinn der Sache. Vielmehr wurde darauf rausgearbeitet, die Zuschauer mit möglichst perversen Einfällen und Bidern zu verstören und gleichzeitig ein Horrorszenario zu erschaffen, das gar nicht mal so abwegig ist.

Silent Hill

Ein Lichtblick hatte ich diese Woche dann doch in meiner literarischen und cineastischen Odysee: "Silent Hill - Willkommen in der Hölle" wurde nicht grundlos zur besten Videospielverfilmung überhaupt gekührt.

Der Film hat alles, was zum guten Horror dazu gehört und am meisten begeistern mich hier die sagenhaft bizarren Monster so wie die sureale, gruselige Atmosphäre. Anders als bei den "Resident Evil" Verfilmungen wurde hier kein Wert auf überschwängliche Aktion und überpowerte Matrial arts-Kampfkünste gelegt, die sämtliche Athmosphäre rauben. Stattdessen begeistert der Film durch verdrehte Kreaturen und Orte, die wirklich wie ein Alptraum wirken.

Ein weiterer Punkt ist die gelungene Musik, die den Bildern etwas eigenartig Märchenhaftes verleiht. Ein Zusammenspiel aus derartig grotesken Bildern und Musik, das einem das Mark gefrieren lässt, macht Silent Hill zu einem Horrortrip, den man wirklich als Cineastisches Kunstwerk bezeichnen kann.

Ich muss gestehen, dass der erste Blockeintrag nicht ganz so aussieht, wie zunächst vorgesehn und weiß noch nicht ob ich es dabei belassen werde und nur Buch und Filmkritiken schreiben werde, oder ob ich auch noch Themen aus dem Alltag/den Nachrichten/etc. anschreiben werde ode euch vielleicht sogar wirklich noch einen kleinen Einblick in meine eigene, wirre Ideenwelt verschaffe, indem ich ein paar von meinen Werken posten.

Das alles wird wohl die Zukunft zeigen - je nachdem wonach mir beim schreiben zu mute ist.

Liam

8.2.07 21:11

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